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Ihr lokaler Partner in den Dolomiten

Zoom-Meeting vor der Wanderung mit einem Wanderführer

Fit für die Berge: So bereitest du dich optimal auf die Wandersaison vor

Die Wandersaison in den Dolomiten steht vor der Tür – und nichts fühlt sich besser an, als gut vorbereitet in die erste Etappe zu starten.

Ob Dolomiten Höhenweg 1, Dolomiten Höhenweg 2 oder eine kürzere Hüttentour: Die richtige Vorbereitung macht den Unterschied zwischen „anstrengend“ und „genussvoll“. Es geht nicht darum, Hochleistungssportler zu werden. Es geht darum, Ausdauer, Kraft, Stabilität und Selbstvertrauen aufzubauen, damit sich lange Wandertage gut anfühlen.

Hier findest du eine klare und praktische Anleitung für deine Vorbereitung.


1️⃣ Grundlagenausdauer aufbauen

Mehrtägiges Wandern ist in erster Linie eine Frage der Ausdauer – nicht der Geschwindigkeit.


Plane zwei- bis dreimal pro Woche eine Ausdauereinheit von 45 bis 90 Minuten ein. Zügiges Gehen, Wandern, Radfahren oder Treppensteigen sind ideal. Wichtig ist eine moderate Intensität: Du solltest dich noch unterhalten können.


Auf Dolomiten Höhenweg (Alta Via) Etappen bist du oft vier bis sieben Stunden unterwegs. Dein Herz-Kreislauf-System sollte sich an längere, gleichmäßige Belastung gewöhnen.


Wanderer, die einen von einem Zaun umgebenen Pfad entlanggehen
Bei mehrtägigen Wanderungen kommt es in erster Linie auf Ausdauer an, nicht auf Geschwindigkeit.

2️⃣ Beine gezielt kräftigen


Bergauf fordert dich – bergab entscheidet deine Muskulatur.

Kräftige deine Oberschenkel, Gesäßmuskeln und Hüftstabilisatoren regelmäßig mit Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritten, Step-ups oder Bulgarian Split Squats. Zwei bis drei Krafttrainings pro Woche reichen aus.

Besonders die Abwärtsbewegung verlangt starke Quadrizeps-Muskeln.

Gut trainierte Beine entlasten deine Knie und reduzieren Muskelkater deutlich.


3️⃣ Rumpfstabilität nicht vergessen


Auf alpinen Wegen bewegst du dich über Geröll, Wurzeln und unebenes Terrain. Ein stabiler Rumpf verbessert deine Balance und Haltung.

Planks, Seitstütz, Bird Dogs oder Einbeinübungen stärken deine Körpermitte und sorgen für mehr Kontrolle – besonders mit Rucksack.


Wanderer auf einem Dolomiten-Wanderweg, umgeben von majestätischen Felsgipfeln
Wandern im alpinen Gelände bedeutet unebenes Gelände, steinige Pfade und ständige Balancekorrekturen. Und das alles mit einem (schweren) Rucksack.

4️⃣ Mit Rucksack trainieren


Ein häufiger Fehler: Man trainiert ohne Gewicht – und startet dann mit vollem Gepäck in die Dolomiten.

Beginne mit 5–6 kg im Rucksack und steigere das Gewicht schrittweise. Trainiere bergauf und bergab. Achte darauf, dass dein Rucksack richtig sitzt und die Last gut verteilt ist.

Deine Schultern und Hüften brauchen Zeit, um sich an die Belastung zu gewöhnen.


5️⃣ Auf realem Gelände üben


Wenn möglich, trainiere auf echten Wanderwegen. Unebenes Terrain schult Koordination und Trittsicherheit.

Lebst du in flachem Gelände, nutze Treppen, Laufbänder mit Steigung oder Step-Maschinen. Ziel ist nicht nur Fitness, sondern Sicherheit im Gelände.


6️⃣ Füße vorbereiten

Blasen können eine Tour unnötig erschweren.

Trage deine Wanderschuhe regelmäßig vor der großen Wanderung. Teste deine Socken. Schneide deine Zehennägel korrekt und klein.

Kleine Details machen auf langen Etappen einen großen Unterschied.


7️⃣ Mobilität und Regeneration einplanen


Beweglichkeit reduziert Verletzungsrisiken und verbessert deine Effizienz beim Gehen.

Dehne regelmäßig Hüftbeuger, Waden, Oberschenkelrückseiten und unteren Rücken. Plane mindestens einen vollständigen Ruhetag pro Woche ein. Fortschritt entsteht nicht nur im Training – sondern auch in der Erholung.


8️⃣ Auch mental vorbereiten

Mehrtagestouren sind nicht nur körperlich fordernd. Wetterwechsel, lange Tage oder steile Anstiege verlangen mentale Stärke.


Training schafft Selbstvertrauen. Wer weiß, dass er vorbereitet ist, geht Herausforderungen anders an. Aus Unsicherheit wird Ruhe. Aus Zweifel wird Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.


Diese mentale Stabilität ist oft genauso entscheidend wie Muskelkraft.


Wanderer auf einer Blumenwiese, die eine Reihe stetiger Gipfel erklimmen
Eine gute Vorbereitung stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die mentale Sicherheit – und das kann an langen Wandertagen den entscheidenden Unterschied machen.

Ein realistischer 6–8-Wochen-Plan


Woche 1–2: Leichte Ausdauer + Basis-Krafttraining. Routine aufbauen.


Woche 3–5: Längere Einheiten (60–90 Minuten), erste Wanderungen mit Rucksack, gezieltes Beintraining.


Woche 6–7: Eine längere Wanderung pro Woche (3–5 Stunden), mit voller Ausrüstung. Fokus auf Erholung zwischen den Einheiten.


Woche 8: Trainingsumfang reduzieren. Leicht aktiv bleiben, aber ausgeruht starten.

Konstanz ist wichtiger als Intensität.


💡 Unser Tipp: Das Buch der Sportwissenschaftlerin Susanne Kraft "Fit für die Berge" kann dir ein ausgearbeitetes Trainingsprogramm veranschaulichen, wo du noch detailliertere Anleitungen für gezieltes Ausdauertraining und über 40 bebilderte Übungen findest.


Buchcover von Susanne Krafts Buch "Fit für die Berge"
Dieses Buch kann eine optimale Anleitung für dein Trainingsprogramm sein.

Warum sich Vorbereitung lohnt

Gut vorbereitete Wanderer:

  • genießen die Landschaft mehr

  • regenerieren schneller

  • fühlen sich bergab sicherer

  • reduzieren das Verletzungsrisiko

  • erleben die Tour als erfüllend statt überwältigend


Und genau so sollte sich eine Hüttentour in den Dolomiten anfühlen.


Wanderer machen auf einem Felsen Halt und bewundern eine traditionelle Berghütte vor der Kulisse der Dolomitengipfel.
Wanderer halten inne, um die atemberaubende Bergkulisse nahe einer urigen Berghütte in den Dolomiten zu bewundern, die von felsigem Gelände und klarem Himmel umgeben ist. Gut vorbereitete Wanderer genießen die Aussicht umso mehr, da sie nicht von Müdigkeit und Erschöpfung geplagt werden.

Bereit für deine Wandersaison?

Wenn deinen Dolomiten Höhenweg bereits geplant ist, beginne jetzt mit deiner Vorbereitung. Dein zukünftiges Ich wird dir am ersten großen Anstieg danken.


Gehe vorbereitet.

Gehe selbstbewusst.

Komme weit.

 
 
 

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